Montag, 3. September 2007

Ich bin angekommen

Salud Vosotros!
Nach einer beinahe ewig erscheinenden Reise sind Jakob (meinMitreisender) und ich in Managua angekommen. Der Abschied ist uns beiden nicht leicht gefallen, denen die wir zurückgelassen haben auch nicht.Ein Jahr ist eben doch eine lange Zeit. Aber diesen "kick" wollten wir
uns ja geben, auch wenn wir in München am Flughafen nicht mehr so sicher waren ob die Idee wirklich so gut war. Besonders schwer war der Flug über den großen Teich. 10 Stunden Flug sagen sich so schnell,ziehen sich aber eben ewig dahin, wenn man dann wirklich drin sitzt
schauts schon wieder ganz anders aus und man hat Zeit zum nachdenken;viel Zeit.Nach diesem strapaziösen Flug sind wir um 22.00 Uhr eurer Zeit in San Jose (sprich San Chose) in Costa Rica gelandet, dort war es grade 14.00 Uhr. Wir hatten ein paar stunden Aufenthalt, unser nächster Flieger nach Managua, Nicaragua (eine zweimotorige Propellermaschine ;-) ging um 18.05 und beim Abflug war es schon zappenduster. Wie bei uns nachts um 2. Nach etwas über einer Stunde Flugzeit sind wir in Managua gelandet und die Spannende Frage "Gepäck da oder nicht??" wurde gelöst. Es war uns wirklich den Ganzen Weg über gefolgt. Beinahe unvorstellbar. Die Einreise war auch kein Problem, es wurde wahrscheinlich nur geschaut ob
wir was angekreuzt hatten oder nicht, danach: "Puedes passar". Auch unser 90-Tage Visum war kein Problem.

Am Flughafen wurden wir von ein paar sehr netten Jugendlichen aus der Gemeinde abgeholt und mit dem Pickup durch Managua kutschiert. Das war sehr beeindruckend, in etwa so wie man das aus Dokumentationen über drittweltländer kennt. Ziemlich chaotischer Verkehr, zu Fuß ist fast niemand unterwegs. Die "Wohnungen" Bestehen blos aus ein oder zwei Räumen, die zur Straße hin nur mit einem Gitter verschlossen sind. Dahinter Plastikgartenstüle in grellem Neonlicht. Dazu die drückende Schwüle und der Geruch von Holzrauch. Während unserer Fahr zog gerade ein Gewitter auf und der Himmel war von Blitzen hell erleuchtet. Beim Landeanflug auf Managua konnte man so kurz den Schatten des Managuanischen Hausvulkans sehen (namens Loma de Tiscapa, wenn wir uns nicht irren). Nach einer ca. Halbstündigen Fahrt und den Versuchen uns
miteinander auf Spanisch zu unterhalten (war nicht einfach, ging aber soweit ganz gut) sind wir bei der Icclesia Central angekommen, wo uns Mario ein Zimmer gezeigt hat, in dem wir jetzt die erste Nacht verbracht haben.In etwa einer Stunde treffen wir uns wieder in der Kirche und werden wohl dort vorgestellt. Danach bringt man uns hoffentlich zu unserem Haus, damit wir uns mal ein wenig niederlassen und die Koffer ausräumen können. Ich werd jetzt erst mal die kalte Dusche genießen, obwohl es bei diesem Wetter wohl nicht lange helfen wird.

Ich meld mich bald wieder,
euer Christoph

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